Die Moppedwerkstatt

Die Moppedwerkstatt

Um was geht es?

Hier findet Ihr in loser Folge aktuelles, belangloses oder interessantes zur Moppedwerkstatt.

Nikolaus

MoppedwerkstattPosted by Martin Thu, December 06, 2018 14:30:53

Heute ist Nikolaus. Auf dem Weg zur Werkstatt hörte ich im Auto, wie fast jeden Morgen, SWR1. Ihr wisst schon, den regionalen Oldiesender. Man kann sehr zuverlässig davon ausgehen nach Einschalten des Radios innerhalb der nächsten 60 Minuten einen Titel von Joe Cocker, Tina Turner oder Bruce Springsteen dargeboten zu bekommen. Oft auch von allen drei.

Jedenfalls wurde dort heute früh davon berichtet wie ein Kollege los zog und zufällig ausgewählte Paketzusteller mit einer kleinen Überraschung bedachte, um ihnen auch mal einen Dank für ihre Arbeit auszusprechen. Nette Idee , dachte ich noch so bei mir.

Keine vier Stunden später war meine Gemütslage eine völlig andere. Es begann mit dem Zusteller von UPS. Seit ich Pakete per UPS geliefert bekomme hat der biblische Ausspruch, dass ein jeder sein Päcklein zu tragen habe, für mich eine völlig neue Bedeutung.
Der Fahrer, der die Tour die ersten gut 9 Jahre gefahren ist, war von einer fast schon faszinierenden Gleichgültigkeit seiner Aufgabe gegenüber.

Außerdem beschränkten sich seine Deutschkenntnisse im Wesentlichen auf den Satz: „Diese Mann da“, vorgetragen mit einer Geste des freien Armes in eine unbestimmte Richtung. Zunächst konnte ich nicht folgen, erkannte aber dann einen fragenden Unterton im Vortrag und schloss daraus (richtigerweise), dass die Frage zum Ziel hatte heraus zu finden ob „diese Mann“ (also die Firma meines Nachbarn) heute geöffnet habe (also „da“ sei) und er das Paket dort abgeben könne, oder ob ich anderenfalls vielleicht so freundlich wäre die Sendung entgegen zu nehmen und dann weiter zu reichen.

Insgesamt war der Umgang mit dem Herrn sehr anstrengend. Hin und wieder hat man ja auch eine Frage an den Zusteller, und meine Kenntnisse afrikanischer Sprachen oder auch des Französischen (das hätte funktionieren können, seinem Akzent nach zu Urteilen) sind bestenfalls rudimentär. Gut, ist vielleicht auch mein Fehler.

Jedenfalls wurde er vor ein paar Monaten abgelöst durch einen anderen Fahrer. Dessen Deutschkenntnisse sind immerhin schon deutlich besser, aber es konnte ja auch nur aufwärts gehen.

Zum Ausgleich für seine Sprachkenntnisse ist sein Intellekt… nun ja… den tiefen Teller hat er nicht erfunden, sagen wir mal so. „Aber einen Führerschein kriegen sie irgendwie alle“, wie die Mutter einer Bekannten mal so treffend bemerkte. Der Mann fragt immer noch jeden Tag nach meinem Namen und der Hausnummer, warum weiß nur er.

Ich versuche ja schon, UPS zu meiden. Aber heute hatte ich eine Rücksendung zum Lieferanten, und das ging nur über UPS. Zumindest kostenfrei, und ich bin ja schon lange genug bei den Schwaben :-)

Jedenfalls wusste ich, dass ich zwischendurch nicht da sein würde und habe deswegen die Rücksendung in die Kiste vor der Tür gelegt. Auch so ein Drama, bis die Paketdienstler mal den Sinn der Kiste begriffen hatten waren in Berlin schon zwei Startbahnen fertig…

Ich war dann doch da als er kam, und sah vom Schreibtisch aus über die Überwachungskamera, dass er die Lieferung tatsächlich in die Kiste legt. Die Rücksendung, versehen mit einem Rücksendeschein (extra nach oben gedreht) und einem Din-A 4 Zettel mit dem Text „Retoure!“, fett und in Buchstabengröße 180 gedruckt, lies er jedoch dort liegen.

Ich habe ihn gerade noch erwischt bevor er wieder ins Auto stieg…

Er war ziemlich überrascht das ich von ihm erwartet hatte die Sendung an sich zu nehmen: „Ach, soll ich Paket mitnehme??“ Dann die gewohnte Frage: „Ihre Name?“ Ich habe ihm meinen Namen verraten…

Kurz später, ich bin beim Nachbarn. Dem fällt ein, das er Post für mich hat. Die Postboten hier (es sind verschiedene) heben sich zum Teil nicht deutlich von den Paketdienstlern ab. Die guten, die zwischendurch mal überraschend auftauchen, verschwinden in der Regel nach ein paar Monaten wieder. Keine Ahnung was mit denen passiert. Aus irgendwelchen Gründen kontrolliert jedenfalls der Nachbar seinen Briefkasten wohl nicht regelmäßig, was ich für einen Gewerbebetrieb gewagt finde. Aber sei es drum, muss er ja wissen. Jedenfalls hielt ich kurz darauf drei Sendungen an mich in der Hand, die bei ihm gelandet waren: ein Zeitungsverlag wollte mir Anzeigen offerieren für eine Ausgabe die Anfang November zur Auslieferung kam (ich sagte bereits, heute ist Nikolaus…), das Finanzamt hat mir Ende Oktober meine neue Steuernummer zugesendet und Conrad Elektronik wollte Werbung los werden. Die Angebote waren auch schon älter.

Was ist so schwer daran, die Buchstaben auf dem Poststück mit denen auf den Briefkästen zu vergleichen und dann richtig einzuwerfen? Hier hängen nicht vierhundert Briefkästen, sondern vier. Und die auch noch nach Eingängen getrennt.

Aber passend dazu habe ich gestern den Schluss einer Dokumentation über das Ende des Steinkohlebergbaus gesehen. Ich bin zwar nicht auf Kohle geboren, wie es so schön heißt, aber doch groß geworden. Das Thema beschäftigt mich also schon auch. Einer der Ex-Kumpel führte aus, wie das auch war auf dem Pütt: „Ich sach ma die, die 'n bisken schlichter waren, die haben wir ja auch durchgeschleppt. Die haben dann eben den Gang gefeecht den ganzen Tach, aber die hatten wat zu tun. Und gezz? Wo gehen die ganzen Schlichten denn gezz hin?“

Heute Mittag schloss sich dieser Kreis für mich überraschend….









Er lebt noch...

MoppedwerkstattPosted by Martin Tue, November 20, 2018 09:19:56

Nach langer, langer Zeit mal wieder ein Eintrag im Blog der Moppedwerkstatt.
Ich werde versuchen ihn weiter am Leben zu erhalten. Dieses Jahr war irre viel zu tun in der Werkstatt, so das so ziemlich alles andere liegen geblieben ist.

Hier mal was das zunächst nichts mit dem Alltag in der Moppedwerkstatt zu tun hat, mich aber dennoch mit dem Kopf schütteln lässt.

Ein kurzer Abriss der aktuellen Lage:

Staat (im Folgenden „S“): „Hey Autoindustrie, ich habe mal ein paar Gesetze und Verordnungen erlassen um Dich ein wenig im Zaum zu halten!“

Autoindustrie (im Folgenden AI): „Pffft… mir doch egal. Ich mache sowieso was ich will!“

S (wedelt mit dem Zeigefinger): „Du, Du, Du… das ist jetzt nicht nett. Aber ich wollte Dich nicht erschrecken. Zur Wiedergutmachung hast Du hier ein paar verkaufsfördernde Maßnahmenpakete von uns!“

AI: (grinst….)

Gemeinnütziger Verein (im Folgenden DUH): „Hey Leute… geht’s noch? Wozu gibt es Gesetze?“

S und AI (im Chor): „Wo kommst du denn jetzt her? Aber erzähl' Du nur, ist uns Schnuppe.“

Währenddessen die Bevölkerung: sitzt desinteressiert auf dem Sofa.

DUH: „Hallo Gericht! Tu mal was! Die beiden veralbern uns!“

Gericht: „Also Ihr zwei, so geht das nicht. Ihr müsst Euch schon irgendwie an Recht und Gesetz halten. Lasst Euch mal was einfallen, sonst muss ich Maßnahmen ergreifen!“

Währenddessen die Bevölkerung: versteht nur „Fahrverbot“ und beginnt, unruhig auf dem Sofa hin und her zu rutschen.

S: „Wir müssen was tun!“

AI: „Wir müssen was tun!“

S und AI (im Chor, mit Dackelgesicht): „Wir haben eingesehen das es so nicht weitergehen kann. Wir beraten und dann tun wir was. Versprochen!"

Kurze Zeit später. S und AI (im Chor:) "Wir haben eine ganz tolle Lösung gefunden. Wir schießen ab sofort mit vereinten Kräften gegen die DUH!!“

Währenddessen die Bevölkerung: kriegt ob der ganzen Farce endlich den Hintern vom Sofa und startet eine Petition.

Gegen den Verein, der den Finger in die Wunde gelegt hat.

Deutschland. Kann man sich nicht ausdenken.















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Quelle: https://www.e-recht24.de

"lustige" Ideen

MoppedwerkstattPosted by Martin Mon, January 22, 2018 17:22:47

Heute Abend gehe ich mal essen. Vielleicht einfach gutbürgerlich, ich hätte mal wieder total Lust auf Schweinebraten und Knödel. Das Fleisch bringe ich natürlich mit und drücke es dem Restaurantbesitzer gleich in die Hand. Habe ich nämlich die Tage im Internet bestellt. War auch nicht billiger als im Restaurant, aber das war mir egal weil es so schön bequem war. Das Bier zum Essen braucht er auch nicht selber zapfen, er soll mir ein nur Glas geben. Bier habe ich nämlich auch dabei, ich bin ja nicht blöd! Und wenn das Fleisch oder das Bier dann doch nicht so doll waren soll er sich doch damit herumärgern, ich habe es ja schließlich schon besorgt.

Klingt abgedreht? Ja, ist aber das tägliche Szenario in der Werkstatt. Nicht nur bei mir, es geht eigentlich allen so.

Man fragt sich schon, was in manchen Menschen so vorgeht. Ich mache das hier ja nicht (nur) um mich selbst zu verwirklichen. Und nur von der Arbeitszeit kann man mit einer Werkstatt nun mal nicht überleben.

Ich will ja jetzt gar nicht auf die Schiene „kauft nix bei Amazon“. Mache ich selber oft genug, immerhin verbunden mit einer Spende an einen Verein meiner Wahl. Das geht übrigens ganz einfach über smile.amazon, aber das nur am Rande.

Aber es wäre doch schön, wenn wir alle öfter mal darüber nachdenken würden von was die Werkstatt, die Bücherhandlung, der Restaurantbesitzer… kurz alle, die eine Kombination von Dienstleistung plus Ware anbieten leben sollen. Und wie wir das an deren Stelle sehen würden. Und ob wir nicht das, was wir (vermeintlich) an der einen oder anderen Stelle mehr ausgeben woanders mehrfach zurück bekommen, weil zum Beispiel der Restaurantbesitzer eher mal bereit ist den Nachtisch nicht zu berechnen, die Buchhändlerin den goldenen Lesetipp hat oder der Meister in der Werkstatt nicht jede Viertelstunde berechnet, einfach weil wir alle nett zueinander sind und ein ganz klein wenig weiter denken als bis zur Nasenspitze.

Zum Glück gibt es auch eine ganze Menge andere, sehr oft höre ich nur: „Ich brauche dies, das und jenes. Mach mal bitte.“ Ohne jede Nachfrage nach dem Preis, was natürlich auch gewagt sein kann - außer in der Moppedwerkstatt natürlich :-)

Eigentlich wollte ich noch mehr schreiben heute. Aber bei dem Dauerregen draußen fallen mir irgendwie nur Depri-Themen ein, und ich will nicht das Ihr denkt ich sei negativ :-)

Außerdem will ich pünktlich Feierabend machen. Die beste aller Frauen kocht nämlich heute, ich muss also gar nicht essen gehen ;-)

Vielleicht verrate ich beim nächsten mal ob es wirklich Schweinebraten gegeben hat.

Bis dahin...







Vorsätze und so

MoppedwerkstattPosted by Martin Sun, December 24, 2017 12:53:03

Jetzt ist ja schon wieder Weihnachten bzw Sylvester, traditionell die Zeit um gute Vorsätze für das kommende Jahr oder gleich die gesamte persönliche Zukunft zu fassen. Da will ich natürlich nicht außen vor bleiben :-)

Das ganze Jahr über komme ich ja kaum dazu mir Gedanken zu machen wie ich manche Dinge – vor allem in der Werkstatt – ändern kann. Ich sehe immer nur, das ich fast in Arbeit ersticke, die Umsätze steigen, die Erträge aber nicht.

Jetzt könnte man ja sagen, solange ich an meiner Spaß habe ist alles gut. Ist es aber nicht, und ich habe eine Weile gebraucht um zu erkennen warum nicht. Ich habe vor ein paar Monaten über Facebook einen Schrauber kennengelernt, der komplett in seiner Arbeit aufzugehen scheint. Der schickt mir gerne mal Abends noch Bilder von dem, was er gerade schraubt. Auch mal so Dinger, bei denen ich froh bin das sie bei ihm stehen und nicht bei mir…

So wie der war ich auch mal, vor ein paar Jahren.

Ich habe überlegt, was dazwischen passiert ist und kam dann drauf: der ist angestellt. Ihm kann das egal sein, ob er nun eine Stunde mehr oder weniger ertragreich arbeitet. Bei mir muss jede Minute eigentlich Kohle bringen. Wenn man das im Hinterkopf hat (haben muss) bleibt der Spaß an vielen Dingen schnell auf der Strecke. Mal eine Stunde in irgendwas investieren das dann nicht bezahlt wird geht schlicht nicht mehr, wenn der komplette Ertrag einer Werkstatt von einer Person alleine erwirtschaftet werden muss. Auch deshalb stehe ich so auf die Tage, wenn meine Aushilfe da ist. Da kann ich einfach mal ein paar Minuten mehr meditativ Dichtung kratzen als sonst, weil er in der Zeit Dinge weiter macht die Strom, Miete, Müllabfuhr… finanzieren.

Kurz gesagt, der Spaß bleibt schnell auf der Strecke, wenn man davon leben muss was man tut.

Ein anderer Facebook-Freund hat neulich den Anstoß gegeben endlich mal einen Punkt umzusetzen, den ich schon lange vor mir her trage: ich mache in Zukunft nichts mehr, was ich nicht abrechnen kann.

Damit meine ich jetzt nicht so Serviceleistungen wie mal eben eine Kette spannen wenn ein Kunde auf den Hof kommt, einen Schluck Öl nachfüllen zwischendurch oder „Kannst Du mal eben hören, da ist so ein Geräusch“ oder so was. Sondern solche Dinge wie „Mei 50erle lauft nemme recht, ´s ko aber net viel sein“. Das bedeutet nämlich eigentlich IMMER, das ich ewig mit der Fehlersuche zubringe, am Ende irgendwas bei acht Stunden abrechnen müsste (plus Teile natürlich), alles über drei Stunden aber schon ein wirtschaftlicher Totalschaden ist. Das sage ich dann dem Kunden, der schluckt und meint in neun von zehn Fällen „Dann hole ich das Ding wieder ab“. Das dauert dann gerne mal Wochen….

Deshalb ab 2018: Keine Fehlersuche mehr bei 50er Rollern, das rechnet sich nicht. Und nein, das rechnet sich auch nicht bei nicht-China-Fahrzeugen, da ist das nämlich kein Stück besser.

Ich hatte neulich ein längeres Gespräch mit einer Anwältin, die glaube ich ähnlich gestrickt ist wie ich. Wir kamen zu dem Schluss das sich „soziale Ader“ und „wirtschaftlichen Ertrag erzielen“ nur sehr schwer vereinbaren lassen.

Ich versuche das weiterhin, nur das der soziale Zweck in Zukunft öfter mal ich selber bin :-)

Aber insgesamt bin ich zuversichtlich, das ich auch in 2018 bei der Arbeit in der Moppedwerkstatt deutlich mehr Spaß habe als Ärger. Das mit dem „nicht mehr ärgern“ klappt ja mit zunehmenden Alter immer besser, wenn ich dann in ein paar wenigen Jahren in Rente gehe verlasse ich die Werkstatt sicher als glücklicher Mensch :-)

Ich wünsche Euch allen ein frohes Fest und einen guten Start in das Jahr 2018. Vor allem: bleibt gesund!



Gedanken auf dem Weg zur Arbeit

MoppedwerkstattPosted by Martin Wed, December 06, 2017 10:49:36

Immer wenn man denkt man hätte schon alles gesehen kommt noch eine Überraschung. Ich nehme morgens auf dem Weg in die Werkstatt in der Regel die „schöne“ Strecke am Neckar entlang. Da kann ich prima vor mich hinträumen, außer auf den kurzen Abschnitten in Hessigheim und vor allem Mundelsheim (Mundelsheim ist ganz offenbar führerscheinfreie Zone. Im Schnitt zweimal die Woche kommt aus irgendeiner Seitenstraße jemand raus und fährt stumpf auf die Vorfahrtstraße, völlig egal wie die Verkehrssituation da gerade ist). Die Alternativstrecke ist zwar ein wenig kürzer, aber dafür auch sehr viel verkehrsreicher und deshalb spare ich mir das meistens.

Jedenfalls, heute früh rolle ich entspannt die ziemlich abschüssige Straße nach Besigheim rein als die Ampel auf rot springt. Und neben mir macht auf dem Radweg (!) ein Radfahrer eine Vollbremsung weil auch seine Ampel rot wird. Und das obwohl in der Querstraße noch nicht einmal ein Auto zu sehen ist. Und dann bleibt der Radfahrer auch noch tatsächlich stehen bis seine Ampel wieder auf grün springt.

Bis heute früh war ich sicher, so ein Szenario kommt nur in Propagandafilmen des ADFC vor, weil Radfahrer normalerweise Ampeln nach meiner Erfahrung gar nicht registrieren. Oder bestenfalls als buntes Beiwerk im Straßenverkehr…

Ich habe mich dann gefragt wie ich wohl reagiert hätte als Radfahrer. So alle paar Jahre nutze ich nämlich auch das Fahrrad, und ja: das ist zu selten. Mir fiel dann auf, das ich mich gar nicht erinnern kann mit dem Rad schon jemals (seit ich vor ein paar Jahre wieder eines gekauft habe) in die Situation „rote Ampel“ gekommen zu sein.

Weil Ampeln ja nicht verschwinden sobald ich auf dem Fahrrad sitze habe ich dann folgende Theorie entwickelt: Selektive Wahrnehmung hängt von der aktuellen Situation ab.

So wie zum Beispiel Männer beim Blick in den Kühlschrank die Butter nicht sehen (gut, die gehört da auch nicht rein, aber das ist ein anderes Thema) obwohl sie da ist. Ich selbst habe schon in den Kühlschrank fassen müssen weil ich zwar wusste das die Butter da drin ist, sie aber nicht gesehen habe. Schwarzes Butterloch, sozusagen.

Die Theorie hat noch ein paar Lücken, so erklärt sie zum Beispiel nicht wieso einige wenige Verkehrsteilnehmer entgegen der allgemeinen Tendenz auch beim praktischen Gebrauch ihres Fahrzeuges nicht vergessen wo der Blinker ist. Oder warum ich manchmal sehe wenn meine Frau beim Friseur war, manchmal aber auch nicht. Selbe Situation, selbe Frau, andere Reaktion.

Ich glaube ich werde die bevorstehende ruhige Zeit nutzen um diesem Phänomen mal auf den Grund zu gehen….







Er lebt noch....

MoppedwerkstattPosted by Martin Mon, November 20, 2017 11:20:34

Liebe Freunde der Moppedwerkstatt,

nach laaaaaanger Zeit mal wieder ein Beitrag im Blog.

Alles gut bei Euch?

Der Sommer war einigermaßen anstrengend und hat sehr viel Arbeit mit sich gebracht, da bleiben so Dinge wie der Blog einfach mal liegen. Im nächsten Schritt muss ich mal dafür sorgen, das die viele Arbeit sich auch endlich auf dem Konto niederschlägt ;-)

Hier ist in der Zeit seit dem letzten Eintrag natürlich das ein oder andere passiert, z.B. habe ich mein Ölsortiment von „alles mögliche“ auf die Produkte von Liqui Moly umgestellt (bzw bin noch dabei).

Ich habe ein paar Arbeitsabläufe geändert, mit dem Ergebnis das ich die Telefon- und Öffnungszeiten generell auf Nachmittags gelegt habe und nun in Ruhe morgens schaffen kann.

Kleinigkeiten sind auch neu, alle Post geht jetzt auf Recyclingpapier raus. Ich habe nämlich gelesen, das für herkömmliches Papier die 2,5-fache Menge an Wasser und Energie in der Herstellung anfällt. Und so ein ganz klein wenig Nachhaltigkeit kann man ja ruhig mal anstreben.

Die größte Änderung ist aber, das ich endlich jemand gefunden habe der (zumindest über den Winter) einmal die Woche hier in der Werkstatt aufschlägt und mich unterstützt. Auf diese Weise werde ich hoffentlich die ganzen Langzeitprojekte und Aktionen, bei denen ein 50-Kilo-Motor raus muss, im Frühjahr erledigt haben und kann dann durch die Werkstatt laufen ohne ständig denken zu müssen „Au weia, DAS liegt ja auch noch an“.

Interessant, was man bei der Anmeldung einer Aushilfskraft alles bedenken muss. Ich habe das vorsichtshalber in professionelle Hände gelegt….

Slobo – Ihr erinnert Euch, mein neuer vierbeiniger Mitarbeiter aus dem Tierheim- macht sich auch super. Manchmal hat er allerdings so Anwandlungen das er „seine“ Werkstatt verteidigen will. Kriegen wir auch noch hin.

Das Telefonproblem habe ich noch immer nicht ganz im Griff. Bisher war es ja so, das mein Internet funktioniert hat, dass Telefon aber gerne ohne weitere Meldung mal nicht. Ist doof, wenn ich hier gar nicht erreichbar bin. Seit neuestem fällt auch gerne der Internetzugriff aus. Ich habe den Router mal neu aufgesetzt, wenn es jetzt nicht besser wird muss wohl ein neuer her. Der alte ist ja schon älter als zwei Jahre, und wie sangen schon die Toten Hosen: Nichts ist für die Ewigkeit.

Soweit mal für heute. Ich versuche mich in Zukunft wieder weniger rar zu machen, mal sehen wie es klappt.

Bis dahin….





Zwischendurch

MoppedwerkstattPosted by Martin Mon, July 10, 2017 10:06:25

Nicht das Ihr den Eindruck gewinnt, der Blog der Moppedwerkstatt existiert nicht mehr…

es ist nur ganz einfach so, das ich nicht dazu komme mal ein paar Zeilen zu den aktuellen Geschehnissen rund um die Werkstatt in die Tastatur zu klimpern.

Dabei bewegt mich im Moment so einiges.

Fehlende Wertschätzung des Handwerkes (nicht in meinem speziellen Fall, sondern ganz generell), nicht vorhandene Lobbyarbeit der Motorradindustrie bei der Politik, Preisgestaltung in allen Bereichen des Lebens, Erlebnisse von Unterwegs mit Autofahrern, Motorradfahrern und „Bikern“, alternative Lebensentwürfe, alternative Mobilitätsmöglichkeiten… das sind nur ein paar Themen.

Das fällt mir gerne mal auf dem Weg zur Arbeit morgens ein, aber da kann ich eben nicht tippen. Bis ich dann am Schreibtisch sitze ist die Idee wieder weg. Meistens, weil mich hier jeden Tag ein Haufen Arbeit erwartet, oft verbunden mit Überraschungen. Und irgendwie geht die Arbeit hier dann doch noch vor ;-)

Aber in den ersten drei Augustwochen mache ich Betriebsferien, und der feste Plan ist bestenfalls zum Briefkasten leeren her zu kommen. Mal sehen ob es klappt…

Also, liebe Freunde der Moppedwerkstatt: bleibt mir gewogen (auch wenn es manchmal schwer fällt) und habt Geduld. Demnächst kommt wieder mehr von mir… ganz sicher :-)



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