Die Moppedwerkstatt

Die Moppedwerkstatt

Um was geht es?

Hier findet Ihr in loser Folge aktuelles, belangloses oder interessantes zur Moppedwerkstatt.

Schuster, bleib bei deinen Leisten

MoppedwerkstattPosted by Martin Sun, March 26, 2017 17:14:40

Neulich habe ich zum ersten Mal in meinem Leben bei der Reparatur eines Motorrades aufgegeben. Eigentlich ging es da um nichts Großes, Gabelsimmerringe bei der Upside-Down Gabel einer Ducati. Der Kunde hat gefragt "Kannst Du das? ", ich habe geantwortet "Kein Problem" und mich der Sache angenommen. Auf der Werkbank habe ich dann gesehen, das die Gabel irgendwie anders ist, als die 150 Stück (circa....) die ich bisher in der Mangel hatte. Mir haben in dem Moment schlicht das passende Werkzeug und die Qualifikation gefehlt. Das habe ich dem Kunden dann auch genau so erklärt, und innerhalb von Sekunden wurde aus leichter Verärgerung bei ihm Verständnis, und ich glaube er war ganz froh über die offenen Worte. Ich wollte einfach nicht bei einem Fahrzeug, das fast 300 Km/h läuft, am Fahrwerk irgendwas machen das ich nicht sicher im Griff habe.

Andere sind da deutlich schmerzfreier, wie ich diese Woche mal wieder festgestellt habe. Ich kenne da eine Autowerkstatt (also, eigentlich ist das glaube ich nicht mal offiziell eine Autowerkstatt), die gerne mit dem Aufruf wirbt das man ihren Motorradservice nutzen soll.

Nun bin ich durchaus der Meinung, das man für bestimmte Arbeiten auch bestimmte Qualifikationen mitbringen sollte: die Hauselektrik überlässt man ja nicht ohne Grund nicht dem Bäcker, zum Beispiel.

Immerhin fällt denen das scheinbar auch manchmal auf, weil sie mir nämlich regelmäßig Fahrzeuge vor die Tür stellen wollen, bei denen sie nicht weiter kommen. Ich soll dann sozusagen deren Motorradservice sein. Und das sind jetzt nicht immer Problemfälle, sondern gerne einfach mal Sachen, bei denen ein klein wenig mehr gefragt ist als Diagnosetool lesen können.

Jetzt kamen da drei Dinge auf einmal: eine Yamaha, bei der ein Problem schon mal gleich gelöst war in dem man den Benzinhahn auf Reserve stellt. Der Rest war dann allerdings in der Tat komplizierter: Vergaser raus, zerlegen, ultraschallreinigen und einstellen. Das am Ende noch Ersatzteile gefehlt haben, ich das Mopped aber trotzdem zurückgeben sollte obwohl es nicht richtig lief und es so an den Kunden geht: geschenkt...

Aber am selben Tag noch ein Roller, bei dem der passende Antriebsriemen nicht montiert werden konnte, und eine telefonische Anfrage wie man eine Upside-Down Gabel zerlegt (deswegen komme ich überhaupt auf das Thema).

Das sind drei Dinge innerhalb ein paar Stunden, die mich echt ratlos zurücklassen: warum nimmt man als Werkstatt Aufträge an, wenn man von der Materie keine Ahnung hat? Leute, da können Menschen sterben. Eine Motorradreparatur ist nicht immer Pille-Palle. Lieber ein paar Euro weniger in der Kasse, aber dafür ein ruhiges Gewissen.

Und warum bringt man als Kunde sein Motorrad nicht gleich zu einer Fachwerkstatt?? Muss ja nicht die Moppedwerkstatt sein.

Klar, es gibt gibt überall so'ne und solche, aber ganz grob lässt sich sagen: wer sein Motorrad zur Reparatur in eine Motorrad(fach)werkstatt bringt, KANN Pech haben und hin und wieder jemanden erwischen, der keine Ahnung von der Sache hat.

Wer sein Motorrad zur Reparatur in eine Autowerkstatt bringt, KANN hin und wieder Glück haben und jemanden erwischen, der weiß was er tut.

Ihr seht den Unterschied...

Ich werde jedenfalls auch weiterhin kein Quads reparieren. Oder das ganze Kreidler/Zündapp/Hercules Zeug aus den 70ern. Oder Piaggio Ape. Einfach, weil ich da erstens keine Ahnung von habe, und zweitens auch gar nicht die Zeit (und ehrlich: auch nicht die Lust) mir die Ahnung ¨drauf zu schaffen¨.

Wenn alle immer nur das tun bzw dem Kunden verkaufen würden, was sie beherrschen, dann hätten die KFZ- und Motorradwerkstätten einen deutlich besseren Ruf....





Tiere und so

MoppedwerkstattPosted by Martin Thu, February 16, 2017 10:02:03

Jawoll…. Wir haben es geschafft. Dieses Jahr werden hoffentlich keine kleinen Meisen hinter der Blechaußenverkleidung der Moppedwerkstatt sterben. Wir haben endlich die Brutkästen aufgehängt und dafür die Löcher in der Außenwand verschlossen. In den letzten Jahren war es nämlich so, das irgendwann im Frühjahr die Meisen kamen und im Zwischenraum der Verkleidung ihre Eier gelegt haben. Dann sind die Jungen geschlüpft und entweder aus dem Nest gefallen und vor der Werkstatt gestorben (wir konnten sie ja nicht zurück setzen, ohne die ganze Außenwand zu demontieren), oder wurden gleich hinter der Blechwand gebraten, wenn die Sonne da so richtig drauf brannte :-(

Jetzt hoffen wir nur, das die Meiseneltern wenigstens so viel Hirn haben zu erkennen, das sie nichts selber bauen müssen.


Schön wäre auch, wenn die Eidechsen sich mal wieder sehen ließen. Aber seit ich die Pflanzsteine gegen Blumenkübel getauscht habe gefällt es denen wohl nicht mehr vor der Werkstatt. Mal sehen, vielleicht baue ich da noch was :-)

Dann noch ein paar Worte zu Slobo: Wir lernen uns immer besser kennen. Inzwischen klappt auch Autofahren ganz gut. Seit er vom Fußraum umgezogen ist und den ganzen hinteren Bereich im Twingo bewohnt übergibt er sich nicht mehr bei jeder Fahrt. Eigentlich bei gar keiner Fahrt mehr, seitdem.

Inzwischen wissen wir auch, das er keine sieben Monate alt sein kann. Die Tierärztin schätzt ihn auf etwa zwei Jahre. Hätte ich auch selber drauf kommen können, mit sieben Monaten hat kein Hund ein ausgewachsenes Gebiss….

Aber umso besser, eigentlich wollten wir ja auch keinen ganz jungen Hund. Bis auf „Hündin“ und „nicht aus einer Tötungsstation im Ostblock“ erfüllt er also inzwischen alle Kriterien, die wir hatten :-)

Ich würde gerne mal bei ihm Gedanken lesen können, bzw ihn fragen, was er so erlebt hat. Er ist sicher kein reiner Straßenhund, dazu funktionieren viele Dinge nach der kurzen Zeit bei uns zu gut.

Er hat ein paar interessante Macken: zu einer Tür rein gehen funktioniert inzwischen gut. Das Haus oder die Werkstatt verlassen geht fast nur an der Leine. Er bewegt sich bis zur Tür, bleibt dann stehen und geht keinen Schritt mehr, bis man ihn anleint. Vor der Tür ist dann alles wieder easy, Leine ab und los geht es.

An der Leine laufen war von vornherein gar kein Problem, ziehen oder so kennt er nicht. Das kommt sicher nicht von den vier Wochen beim Tierschutzverein Schlatthof…

Außerdem geht ohne Leine laufen auf dem Feld extrem gut. Jagttrieb bisher gleich null, von Katzen mal abgesehen. Aber mit seinen kurzen Beinen wird er eh keine Hetzjagden veranstalten :-)

Wenn ich ihn rufe, weil zum Beispiel ein Auto oder Radfahrer kommt, dann kommt er zu mir, setzt sich neben mich und wartet bis ihm sage das es weiter geht. Da wir ihm außer seinen Namen und „komm her“ noch nichts wirklich versucht haben beizubringen muss er das aus einem früheren Leben haben.

Ab März gehen wir in die Hundeschule im Nachbarort. Haben wir uns neulich angesehen und fanden es sehr gut. Ich hoffe das ich mich aufraffen kann zu dieser Agility-Geschichte, Slobo hätte sicher Spaß.

A propos Spaß: neulich habe ich ihn mal in den Beiwagen gesetzt. Ich glaube, das dauert noch bis ich den Motor auch starten kann und er mit fährt. Aber wir haben ja noch ein paar Jahre miteinander, hoffentlich...















Startschwierigkeiten

MoppedwerkstattPosted by Martin Fri, February 10, 2017 17:14:44

Jedes Jahr das Selbe, wenn die Saison so langsam ins Rollen kommt: nix klappt. Na gut, fast nix. Kommt einem zumindest so vor.

So eine Motorradwerkstatt ist ja ein Saisongeschäft, um mal eine alte Binsenweisheit zu bemühen. Etwa ab Mitte November (der Zeitpunkt hat sich übrigens in den letzten Jahrzehnten immer weiter nach hinten geschoben, es gab Zeiten da war Anfang Oktober so ziemlich Schluss) schalten alle Beteiligten einen Gang zurück und lassen die Dinge langsamer angehen.

Früher hatte man dann Zeit bis etwa 14 Tage vor Ostern, bevor der Kundschaft wieder einfiel das am Mopped noch ein, zwei, drei Dinge gaaaanz dringend gemacht werden müssen, bevor es Ostern in die Alpen, ans Mittelmeer oder sonst wohin geht. Das bedeutete dann für die Werkstatt: von nahezu null auf 100 in zwei, drei Tagen.

Auch dieser Zeitpunkt hat sich verschoben, und zwar nach vorne. Wenn es im Februar auch nur drei Tage ohne Frost und am besten mit Sonne gibt, dann klingelt das Telefon in der Werkstatt und die ersten wollen einen Termin. Das heißt, die Zeit zum Regenerieren ist für unsereinen deutlich kürzer geworden als noch vor ein paar Jahren. Dazu kommt, das man ja auch nicht jünger wird….

Und dann ist es wie eingangs erwähnt: nix klappt. Bei den Lieferanten arbeiten auch nur Menschen, die plötzlich statt 10 Pakete wieder hunderte am Tag raus schicken müssen. Da kommt dann manches falsch oder gar nicht.

In der Werkstatt läuft es auch nicht so rund. Manche Abläufe müssen sich erst wieder einschleifen. Dinge, die nach ein paar Wochen gut von der Hand gehen dauern mangels Übung länger als sonst. Es dauert auch, bis man wieder gleichzeitig mit einem Kunden reden kann und schrauben, ohne mega viel Zeit zu verlieren. Ein anderer, nicht zu vernachlässigender Punkt: irgendwie scheint es da draußen eine Millionen Menschen zu geben, die ihren Lebensunterhalt mit Verkäufen am Telefon verdienen müssen. Und die rufen von Januar bis Anfang März ALLE bei mir an. Nacheinander. Und wollen alles verkaufen von Werkzeug über Telefonverträge bis hin zu Nudeln und Olivenöl. Das macht so einen Arbeitstag natürlich auch nicht entspannter. Immerhin denke ich mir dann jedes mal, das ICH doch einen tollen Job habe.

A propos toller Job: einen tollen Hund habe ich ja auch wieder :-)

Slobo macht sich so langsam. Er hat zwar auch noch Startschwierigkeiten, aber er lässt die Kunden zufrieden (ein ganz neues Erlebnis, Ayla war da ja anders), liegt eigentlich den ganzen Tag dekorativ in der Gegend herum und meldet sich nur, wenn er Futter will. Allerdings habe ich gerade eben die Erklärung dafür gefunden das er gestern den ganzen Tag nicht vor die Tür wollte: ein kleiner Salzsee zwischen zwei Regalen im Lager :-(

Klar, warum bei dem Wetter auch raus gehen, sieht ja keiner wenn man ins Lager pinkelt…

Zusammen mit dem Rest, der heute nicht funktioniert hat, reicht es dann für diese Woche. Ich gehe jetzt heim auf die Couch, mache ein Bier auf, sehe noch ein oder zwei Folgen Homeland oder eine andere hohle Serie und läute das Wochenende ein.

Ich wünsche Euch allen ein schönes Wochenende, Montag ist das schon wieder vorbei :-)









Neues

MoppedwerkstattPosted by Martin Mon, January 23, 2017 12:05:53

Ich hoffe, Ihr seid gut alle ins neue Jahr gekommen. Mein Jahreswechsel zumindest war entspannt, warm und sehr weit entfernt vom kalten Deutschland. Dummerweise hat mich am ersten Tag den ich in 2017 arbeitend in der Werkstatt verbracht habe irgend so ein Virus erwischt und flach gelegt. Meine Frau sagt, ich hätte von Dienstag Abend bis Freitag Nachmittag abwechselnd auf der Couch und im Bett gelegen und in der ganzen Zeit nicht gesprochen (!!)... muss also was Ernstes gewesen sein :-)

Jetzt fängt das neue Jahr also gleich mal mit Gas geben an, die Woche Büro fehlt ja doch irgendwie. Aber so ist das eben.

Eigentlich hatte ich für diesen Blogeintrag ja ein völlig anderes Thema vorgesehen, so unter dem Eindruck einer doch ziemlich anderen Welt in Namibia. Aber spontan wie ich bin geht es heute um etwas völlig anderes :-)

Manche von Euch kennen ja noch Ayla, den treuen Wachhund der Moppedwerkstatt. Es ist kommende Woche ein Jahr her, das wir sie ziemlich überraschend im Alter von fast auf den Tag genau 11 Jahren (kein Alter für einen Mittelspitz) haben einschläfern lassen müssen, weil die Lunge komplett voll war mit Metastasen. Das alles war eine Entwicklung von wenigen Wochen.

Wer noch nie ein Haustier hatte das mit einem kommuniziert und einen jahrelang begleitet, der wird nicht nachvollziehen können was da in uns vorging. Alle anderen wissen genau, wie das ist. Ganz ehrlich, mir stehen jetzt beim Schreiben schon wieder die Tränen in den Augen…

Jetzt ist so ein Hund ja nicht nur Spaß, manches ist sogar ohne Tier angeblich einfacher. Ich konnte mich da nicht mehr so recht dran erinnern, ich hatte ja die letzten fast dreißig Jahre immer einen Vierbeiner an meiner Seite. Wir haben also damals beschlossen, mindestens ein Jahr lang zu testen wie das Leben ohne Hund denn so wäre…

Überraschende Erkenntis: die Erwartung das unser Leben sich entschleunigt, weil da nicht dauernd noch jemand ist der in alles einbezogen werden muss, hat sich absolut nicht erfüllt. Das genaue Gegenteil ist der Fall. Wenn man darüber nachdenkt (und wir haben viel über das Thema nachgedacht im letzten Jahr) eigentlich auch logisch. All' die kleinen Auszeiten vom Alltag, die man mit Hund einbauen MUSS, fallen ja weg. Statt mal eben eine halbe oder ganze Stunde über das Feld zu laufen und nix zu denken (oder zumindest nicht an Werkstatt, Rechnungen, ich-muss-noch-jenes, usw) kommt man eben nicht zur Ruhe, sondern macht tausend Dinge hintereinander ohne mal Luft zu holen. Völlig abgesehen von den Stressmomenten, in denen so ein Tier einen einfach nur ansieht und sich ganz offensichtlich denkt „Boah, komm mal wieder runter, Mensch!“ oder einen anstupst und sagt „Kraul mich mal 'ne Runde...“

Vorteil ohne Hund ist auf der anderen Seite ganz eindeutig… ääääh…. warte mal… ach ja: man kann einfach mal weg fliegen ohne das man den Hund unterbringen muss. Ich bin jetzt knapp über 50, und in meinem ganzen Leben dreimal in Urlaub geflogen. Weiß nicht, ob das mit dem Fliegen jetzt so ein Killerargument gegen Hundehaltung ist :-)

Völlig davon abgesehen das sich meine Schwiegereltern ja nun auch nicht mit Händen und Füßen dagegen wehren uns zu helfen, wenn Not am Mann ist…

Irgendwann war dann ziemlich klar, das wir beide wieder einen Hund wollen. Konsens war, das Jahr abzuwarten und dann mal zu sehen was so ist.

Es gab ein paar Eckpunkte, die erfüllt werden sollten:

möglichst kein Jagttrieb, möglichst kein Wachtrieb (Ayla war in dem Punkt anstrengend, freundlich formuliert), +/- 45 Zentimeter groß, kein Kurzhaar. Ich persönlich bin ja ein großer Freund vom deutschen Spitz in allen Varietäten (da weiß man, was man hat. Spitze sind in der Regel das komplette Gegenteil vom Klischee, Ayla mal ausgenommen), aber letztendlich war mir die Rasse egal. Ach ja, es sollte unbedingt eine Hündin sein, nichts vom Züchter, zwischen einem und drei Jahren alt und kein „Importhund“ aus einer Tötungsstation im Ostblock oder so. Da kann man ja zu stehen wie man will, aber es gibt schließlich genug bedürftige Hunde aus dem näheren Umkreis.

Um eine lange Geschichte kurz zu machen: rausgekommen ist Sloboda… Freunde dürfen ihn Slobo nennen :-)

Von allen Kriterien sind immerhin zwei erfüllt: kein Kurzhaar und +/- 45 Zentimeter. Also, Höhe… Länge gefühlt einen Meter. Ansonsten halt Rüde, sieben Monate alt, sehr verschüchtert (gibt sich aber gerade seeehr schnell…), Import aus Bulgarien und eine Menge Retriever oder so mit drin. Das mit dem Jagttrieb erwarten wir mit Spannung.

Sloboda hieß ursprünglich Simon, aber irgendwie ging der Name gar nicht. Und NACHDEM wir uns verliebt hatten, trotz Rüde etc, haben wir erfahren das er aus Serbien kommt. Fehlinformation… wir haben uns nur angesehen (also, meine Frau und ich) und das selbe gedacht: „Ups, wollten wir ja gar nicht, aber jetzt ist es zu spät“. Dann wollten wir einen serbischen Namen und waren zunächst bei Smelost, das heißt Wagemut. Ein wenig prophetisch sollte der Name sein, bei dem schüchternen Hund :-)

Aber das lässt sich nicht gut rufen… und ehrlich gesagt, die Abkürzung die sich aufdrängt lautet "Smelly", so möchte man nicht heißen ;-)

Sloboda heißt auf serbisch „Freiheit“, fanden wir auch nicht schlecht. Nun gut, bei der Übergabe haben wir dann gesehen, das Slobo eigentlich aus Bulgarien kommt und deshalb Svoboda heißen müsste, aber irgendwann ist ja auch mal gut.

Jedenfalls lebt er jetzt bei uns und lernt. Zum Beispiel, das Bett und Couch für Lebewesen mit mehr als zwei Beinen tabu sind. Das Treppen durchaus in beide Richtungen zu begehen sind. Das man durch die Haustüre ruhig entspannt rein gehen kann, weil alle da gemeinsam leben und einen nicht wieder im Tierheim zurück lassen. Das Thema „Laufen ohne Leine“ gehen wir demnächst mal an, wenn er verinnerlicht hat das wir jetzt sein Rudel sind :-)

Wer wissen will, wo Simon/Sloboda her kommt: http://main.menschenfuertiere.de/index.php

Ich weiß ja nicht, wie andere Tierheime bzw Vereine so sind, aber so, wie ich die Menschen da kennengelernt habe und gesehen was die da für ein Engagement reinstecken: Respekt! Von mir eine klare Empfehlung.

Ich bin sehr gespannt auf das gemeinsame Leben. Bei einer ungefähren Lebenserwartung von zwölf, dreizehn Jahren wird Slobo wohl auch (zumindest) mein letzter Hund sein. Vielleicht… :-)

Ach ja: das ist er...










Weihnachtspost :-)

MoppedwerkstattPosted by Martin Tue, December 20, 2016 10:08:45

Junge, Junge…. Schon wieder ein Jahr vorbei. Irgendwie vergeht die Zeit im Alter schneller, kann das ein? Von all den Dingen, die ich mir so vornehme, bleibt ständig die Hälfte liegen. Zum Beispiel kommen mir dauernd irgendwelche Ideen für den Blog hier, aber bis ich dazu komme sie aufzuschreiben habe ich den Faden verloren. Gut, auch das kann am Alter liegen :-)

Das vergangene Jahr war ziemlich ereignisreich, was die Werkstatt angeht. An manchen Tagen wächst mir das alles hier fast über den Kopf. Als ich damals mit der Moppedwerkstatt angefangen habe, da wusste ich so in etwa auf was ich mich einlasse. Werkstatterfahrung hatte ich ja ausreichend. Ich kann mich erinnern, wie ich ungläubig den Kopf geschüttelt habe als ich in der Lehre von meinem Chef was wollte und die Chefin meinte: „Leg' ihm einen Zettel hin, sonst vergisst er das.“ Und der war nicht senil… Damals dachte ich noch, das sich der Chef was von Mittags bis Abends merken können müsste. Heute weiß ich, ohne Aufschreiben (und zwar SOFORT aufschreiben!) geht nix. Bei mir ist das nämlich noch „schlimmer“: mein Chef hatte Personal. Seine Frau für's Telefon und sich von Kunden das Ohr abschwatzen lassen (nicht alle kommen gleich zum Punkt, vorsichtig formuliert). Ein oder zwei Azubis bzw Umschüler für die Werkstatt. Und mich (obwohl auch die meiste Zeit Azubi) für eigentlich alles, bis hin zur Vertretung an Samstagen, wenn er zum Gespannrennen war. Ich hatte also die Illusion eine Werkstatt zu leiten sei ja nicht soooo schwer.

Um das mal nachzuvollziehen, für alle die so etwas nicht kennen: als ein-Mann-Kapelle machst du ja wirklich alles selber. Angefangen vom Tür aufschließen und Licht einschalten über jedes Telefonat, Post, Rechnungen, Bestellungen, Werkstatt komplett von Fahrzeug rein über den-Besen-in-die-Hand-nehmen bis Mülleimer raus bringen, Glühbirne auswechseln, Kaffeetassen spülen, Klo putzen…. Und so weiter. Jetzt stell Dir vor, Du machst bei Dir im Büro oder in der Werkstatt wirklich JEDEN Handgriff der anfällt selber. Und das jeden Tag, und in der Saison mindestens 12 Stunden lang. Dann weißt Du so in etwa was hier (und bei vielen anderen) abgeht.

Wohlgemerkt: das ist kein Gejammer, habe ich mir ja so ausgesucht. Aber vielleicht mal als Erklärung, warum nicht immer alles „mal eben“ und fröhlich geht.

Zurück zur Werkstatt: der Aufwand hier wird immer größer. Die Zahl der Kunden wächst ständig, was mich im Glauben bestätigt das ich soviel ja nicht falsch machen kann. Aber auch der Aufwand drum herum wächst kontinuierlich. Mit der Zahl der Aufträge wird auch der Aufwand für Buchhaltung etc größer, die technischen Ansprüche bleiben auch nicht stehen. In 2016 habe ich mal wieder knapp 3.000 Euro für Test-Equipement und so weiter investieren müssen, um auf der Höhe der Zeit zu bleiben. 2017 geht gleich so weiter: damit ich meinen Status als anerkannter Prüfstützpunkt (TÜV und so…) behalten kann, brauche ich erst mal ein neues Scheinwerfereinstellgerät. Kriegt man auch nicht nachgeworfen.

Das war einer der Punkte, die mir vorher nicht klar waren: das man dermaßen viel Geld in die Hand nehmen muss, um Geld verdienen zu können. Oder wie meine Frau immer sagt: „Ich hätte nicht gedacht, das man soviel Aufwand betreiben muss für das bisschen Geld, das einem sonst der Chef überweist.“ :-)

Aber auch in diesem Jahr hatte ich wieder viel Spaß in der Moppedwerkstatt. Ich rede ja gerne mit meinen Kunden, und ich staune immer wieder wie viele interessante Menschen da draußen so rum laufen. Einige kommen inzwischen auch nur mal so vorbei, auf ein Schwätzchen. Erzählen mir von ihren Geldanlagen, Freundinnen, Krankheiten… oder von anderen Kunden, nicht immer lustig. „Hast Du gehört, der XY ist gestorben“. Hatte ich dieses Jahr auch hin und wieder :-(

Ich habe nicht immer Zeit, mir die Geschichten anzuhören. Aber ich sehe das durchaus auch als Vertrauensbeweis, das mir im Grunde doch Fremde so viel von sich erzählen.

Es gibt natürlich auch andere. Da wirst du dann plötzlich damit konfrontiert, das jemand mehrere zehntausend Euro von dir verlangt, weil vor deiner Werkstatt angeblich sein Motorrad verschwunden ist. Und serviert das Ganze mit einer dermaßen abstrusen Geschichte, das von der Polizei bis zum Richter niemand so recht folgen kann. Den Ärger hast du trotzdem, abgesehen davon das ein Tag in der Werkstatt fehlt, wenn man vor Gericht zu erscheinen hat.

Insgesamt überwiegen hier aber deutlich die positiven Momente, auch wenn ich manchmal natürlich gerne mehr Zeit für andere Dinge hätte. Immerhin haben wir es dieses Jahr geschafft eine kleine vier-Tages-Tour durch die Schweiz mit den Moppeds zu fahren.

Das ist einer der Vorsätze für das kommende Jahr: ein wenig mehr Zeit für privates. Zum Beispiel Mopped fahren. Entspannung ist ja nichts Dummes, und seit Ayla (unser treuer Werkstatt-Wachhund) nicht mehr ist fallen auch die meditativen Spaziergänge aus. Ohne Hund rafft man sich doch nicht auf. Aber auch da könnte im nächsten Jahr was passieren, das Thema ist noch nicht durch :-)

Jetzt mache ich erst mal Urlaub. Mit meiner Frau dahin wo es schön warm ist, meine Kinder begleiten uns. Die Moppedwerkstatt bleibt bis Februar geschlossen, was natürlich nicht heißt, das ich nicht hier bin. Es gibt ja genug zu tun… Lager einrichten, zum Beispiel. Oder einfach mal aufräumen...
Meinen XV 535 Cafe Racer Umbau habe ich innerlich schon wieder auf nächsten Winter verschoben.

Aber wer weiß, vielleicht finde ich für 2017 ja endlich eine qualifizierte, engagierte Aushilfe. Dann könnte so was noch nebenbei klappen :-)

Ich wünsche Euch allen ein ruhiges Weihnachtsfest, einen guten Rutsch ins neue Jahr und: bleibt gesund!





SR 500

Meine MoppedsPosted by Martin Tue, December 13, 2016 11:56:59

Nach der neulich beschriebenen RD 200 ging es dann eine Stufe weiter. Über die berühmten sechs Ecken habe ich erfahren, das ein Bekannter eines Bekannten eine SR 500 in der Garage stehen hat, die er nicht mehr haben will. Hat dann ein wenig gedauert, bis wir einen Termin zur Besichtigung ausgemacht hatten. Man kann sich das ja heute gar nicht mehr vorstellen, aber das war noch zu Zeiten, in denen es keinen Mobilfunk gab. Mehr noch, es gab noch Telefone mit Wählscheiben. Und falls Anrufbeantworter damals überhaupt schon erfunden waren kannte ich zumindest niemanden, der einen hatte. Du konntest andere Menschen also tatsächlich nur erreichen, wenn sie auch zuhause waren. Manchmal fällt mir ein, das diese Zustände ja auch noch nicht fünfzig Jahre her sind…

Wie dem auch sei, eines Tages stand ich dann in einer Garage in der Gartenstraße. Vor mir eine SR 500 mit wenig Kilometer, dafür aber individueller Lackgestaltung. Zu der Zeit waren züngelnde Flammen auf dem Tank allerdings auch schon nicht mehr wirklich modern :-)

Ich weiß gar nicht mehr was ich bezahlt habe, ich glaube so etwa 1800 D-Mark. Die ersten Aktionen waren dann: andere Lackierung und den original Lenker gegen einen M-Lenker getauscht. Später kamen dann noch eine Nockenwelle von Wiseco dazu, der offene Ansaugstutzen war natürlich sowieso verbaut. Mit der Wiseco Nocke ging das Mopped gleich ganz anders oben rum. In besten Zeiten hatte ich öfter mal 165 Stundenkilometer auf dem Tacho stehen. Im Nachhinein weiß ich natürlich, das das genauso optimistisch war wie die Aussage, das der Motor mit der Nockenwelle 42 PS hätte. Aber manche Lügen glaubt man eben gerne…

Irgendwann war mir der M-Lenker nicht mehr sportlich genug. Ein Stummellenker musste her, und natürlich Ochsenaugenblinker. So ausgestattet ging es dann auf eine Reise von etwa 12.000 Kilometer in die Türkei und zurück. Ich glaube, da hatte ich auch schon die zweite Bremsscheibe vorne verbaut, dank der XS 400 aus gleichem Hause war das kein Problem. Habe ich natürlich nicht eintragen lassen, hat der TÜV auch nie gemerkt.

Mit der SR habe ich insgesamt gute 100.000 Kilometer in drei Jahren abgerissen. Damals hatte ich noch Zeit zum Fahren… Am Schluss war ein Kolben mit dem dritten Übermaß drin, weil bei der Kilometerleistung in dem Zeitraum an Motorschonung natürlich nicht zu denken war :-)

Die zweite Bremsscheibe vorne war übrigens eine absolute Verbesserung. Ich bin ja ohnehin kein Hinten-Bremser, aber beim ersten Reifenwechsel nach dem Bremsen-Upgrade hatte ich ungelogen Flugrost in der Bremstrommel hinten. Die war schlicht unnötig geworden.

Eben fällt mir ein, die zweite Scheibe war doch noch nicht verbaut, als ich zum ersten mal in die Türkei bin. Da hatte ich nämlich zwei interessante Erfahrungen: zum Ersten hat mein selbst gefertigter Anbausatz für meine Kofferhalter nach und nach die Stoßdämpfer hinten durchgescheuert. Irgendwo bei Skopje sagte der erste Dämpfer „pfft“ und hat sein Öl auf die Straße entleert. Und wer meint, mit EINEM defekten Dämpfer (bzw, nur noch Federung. Öl war ja keines mehr drin) fährt es sich schlecht, der hätte erleben sollen wie eine Woche später der zweite Dämpfer beschlossen hat, den ersten zu imitieren.

So, und wer jetzt glaubt ohne Dämpfung hinten, dafür vollbeladen, ist der Spaß beim Fahren überschaubar: geht noch besser. Bei der Anfahrt auf Thessaloniki, mit dem ersten Blick auf das Meer, wollte ich anhalten und habe zu diesem Zweck die Bremse hinten betätigt (weil ich sie überhaupt benutzen wollte weiß ich , das es vorne nur eine Scheibe gegeben haben muss). Dummerweise hatte ich die Sicherungsschraube der Bremsankerstange verloren. Ergebnis: die Trommel wird nicht festgehalten, sondern dreht sich im Moment des Bremsvorganges fröhlich mit dem Rad mit und reißt dabei das Bremsgestänge ab.

Ich kann Euch sagen, SR 500 mit ohne Bremse hinten, dafür keine Dämpfung am Heck und mit zwei Menschen und Gepäck beladen auf den Straßen von Griechenland und der Türkei in den 80ern… da lernt man Fahrzeugbeherrschung.

Da habe ich auch gelernt, das es dumm ist ein Motorrad beladen auf dem Seitenständer im Sandboden bei Gefälle abzustellen. Aber der örtliche Mechaniker hat dann aus einem Mofabremshebel einen Kupplungshebel für mich gedrechselt.

Irgendwann wollte ich was schnelleres als die SR. Allerdings hatte ich damals schon so eine Ahnung, das ich einen Verkauf des treuen Moppeds später bereuen würde und habe sie als Backup behalten. Leider zerlegt, und die meisten Teile sind heute irgendwo….

Wenn mir einfällt, ob danach das kurze Honda Intermezzo mit der CB 500 Four kam, oder doch die erste XS 750, dann geht es hier mit den Moppeds meines Lebens weiter :-)



Warme Kleidung

Produkte und soPosted by Martin Wed, December 07, 2016 09:13:15

Hin und wieder wird mir bei manchen Dingen in Erinnerung rufen, wie toll sie doch eigentlich sind. Ich werde versuchen, nach und nach ein paar von diesen Dingen vorzustellen. Vor allem werden das natürlich Dinge aus dem Bereich Motorradwerkstatt und Motorradfahren sein.

Fangen wir mal an.
Ich habe einen Kunden, dessen Roller nicht einwandfrei läuft. Daraufhin habe ich ihm angeboten, das ich mit seinem Roller ein, zwei mal nach Hause fahre, um sehen ob es besser wird wenn er mal richtig gefordert wird. Eine Strecke sind so 25 Kilometer…

Also habe ich gestern Abend meinen tollen Motorrad Winteranzug aus dem Schrank geholt und mich der Temperatur entsprechend angezogen. Der Anzug ist eigentlich für Temperaturen um die null Grad schon zu warm. Der Komfortbereich beginnt so bei -5° , zumindest auf dem Motorrad. Weil ich aber im Moment ja in der Regel im warmen Auto sitze und Kälte nicht so gewohnt bin, dachte ich mir ”wird schon passen”.

So, nach etwas über vier Kilometern hat der Roller beschlossen einfach mal aus zu gehen. Und ganz ehrlich, 4 Kilometer wollte ich nicht zurückgeschieben...

Ich also meine Frau angerufen, die gleich mit dem Auto losgefahren ist um mich abzuholen. Nun stand ich also da, bei knapp unter 0 Grad, und war mega froh um meinen tollen A4 Anzug. Zum guten Glück hatte ich sogar einen Kapuzenulli an (Mütze lag in der Werkstatt), so dass die einzigen kalten Stellen an mir meine Füße und die Nase waren. Falls also jemand von euch den ganzen Winter durch fährt, kann ich ihm folgenden Link wärmstens ans Herz legen: http://art-for-function.com/shop/
Ich habe mit diesem Anzug schon etliche Kilometer auf dem Gespann zurückgelegt. Selbst bei Regen oder Schneeregen war es immer angenehm warm und trocken.

Auch super: Der Service der Firma. Irgendwann hatte sich die Schnalle vom Hosengürtel aufgelöst. Da war der Anzug aber schon ein paar Jahre alt. Ich habe eine Mail geschrieben, das Problem erklärt und gefragt was ein neuer Gürtel kosten würde. Die Antwort war: “Schreib uns Deine Adresse, wir schicken dir einen neuen Gürtel.” Gekostet hat das Ganze nichts. Hat mich schon schwer beeindruckt.

Man merkt übrigens bei dem Anzug, dass sich da jemand Gedanken gemacht hat. Abgesehen von der Anordnung der Taschen ist ein kleines, aber feines Detail die Überlappung vom Reißverschluss der Jacke. Die geht nämlich nicht, wie sonst üblich, von der linken auf die rechte Seite. Sondern gerade umgekehrt. Als Solo Fahrer wird einem das vollkommen egal sein. Als Gespannfahrer weiß man aber, das während der Fahrt von der Beiwagenseite her ganz schön Zugluft entsteht. Wenn dann der Klett der Überlappung nicht mehr so richtig gut ist, drückt es den Stoff dort auf, und der Regen kommt durch den Reißverschluss. Weil aber die Überlappung von rechts nach links geht, bleibt sie schön zu. Also ... Ich habe mich verstanden: -)

jetzt werde ich erst mal den Anzug wieder in den Schrank hängen, und mich dann darum kümmern warum der Roller den Geist aufgegeben hat. Zum Glück ist es in der Werkstatt halbwegs warm.

Obwohl: von mir aus könnte es übergangslos Frühling werden, zumindest vom Wetter her :-)







Paketdienste

MoppedwerkstattPosted by Martin Mon, November 28, 2016 11:11:43

Ich erlebe hier ja so einiges mit den Paketdiensten. Die Krönung (oder soll ich sagen: die dümmsten? Ich wüsste nicht, warum ich da noch auf Befindlichkeiten Rücksicht nehmen sollte…) sind die Jungs von DPD. Vor ein paar Jahren kam ich hier morgens an und denke schon von weitem: „Warum sieht denn die Türklinke so komisch aus?“ Da wurde in der Nacht eingebrochen, indem die Tür einfach aufgehebelt wurde und dabei natürlich die Klinke in Mitleidenschqaft gezogen. Die hing traurig an der Tür… Geht heute übrigens nicht mehr so einfach, Alarmanlage und Riegel sei Dank.
Als alter Fernsehkrimi-Experte wusste ich ja gleich: nix anfassen! Also die Türe vorsichtig mit dem Fuß aufgezogen und rein gegangen. So, und was steht direkt hinter der Tür? Ein Paket, das der Experte von DPD morgens in die Werkstatt gestellt hat.
Am nächsten Tag war die Antwort auf meine Frage, ob er denn nur bescheuert sei, nicht zu merken das eingebrochen wurde – wer mich kennt weiß, das so etwas sonst nicht meine Art ist- nur: „Ach, echt? Habe ich gar nicht bemerkt. Ich habe mich nur gewundert, das niemand da ist!“ Mir fiel da nichts mehr zu ein.

Gerade eben hat ein anderer DPDler ernsthaft versucht, einen DIN A3 Umschlag in den normalen Briefkasten zu quetschen. Er war sogar beinahe erfolgreich….

Oder: ich bekomme monatlich die „Motorrad Szene“ und lege sie hier aus. Jetzt gibt es verschiedene Möglichkeiten der Ablage, falls ich nicht da bin: Auf dem Briefkasten, einfach direkt in eine Ecke vor das Tor legen, auf die braune Kiste vor dem Tor, IN die braune Kiste vor dem Tor, wie alle anderen Paketdienste auch… Man kann das Päckchen aber auch einfach aus dem Autofenster werfen, so das es gut zwei Meter vor dem Tor mitten in der Einfahrt liegt. Habe ich inzwischen mehrfach erlebt :-(

Fast genauso gut ist der Kollege von UPS, der die Route schon etwa 15 Jahre fährt. Der gute Mann beherrscht die deutsche Sprache bestenfalls rudimentär, und das nach all den Jahren. Würde er irgendwo am Band arbeiten, dann wäre mir das ja vollkommen egal. Aber manchmal brauche ich ja was von ihm, und dann wäre es schön, wenn er mich verstehen und antworten könnte.

Zettel an die Tür hängen habe ich inzwischen völlig aufgegeben, will oder kann ja eh keiner lesen.

Anderes Beispiel ist nämlich der Paketdienst, der es regelmäßig schafft meine bestellten Reifen in den Nachbarort zu bringen. Da gibt es einen Reifendienst, Murr hat dummerweise die selbe Postleitzahl wie Steinheim und der Reifendienst ebenfalls die Hausnummer 40. Das reicht an Gemeinsamkeiten in der Adresse, das ich meine Reifen selber abholen kann…

Ich frage mich, welche Qualifikationen ausreichen um Paketdienstler zu werden. Selbständiges Atmen und Führerschein?

Ganz anders übrigens das Bild bei der Post bzw DHL: da kommen auch verschiedene Zusteller. Einer davon ist etwas speziell (und liegt trotzdem um Welten über DPD & Co), die anderen sind alle kompetent und geben sich Mühe und es klappt bisher immer alles. Scheint also doch möglich zu sein…

Schade, das ich nicht alle Lieferanten dazu bringen kann, mit der Post zu versenden. Aber die paar Jahre bis zur Rente halte ich das jetzt auch noch aus :-)









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